Auch bei uns ist die Situation gleich und wir sind froh um das riesige Engagement der Schuleinheit Allenmoos. Herzlichen Dank!

 

Auch wenn ihr die meisten Punkte schon genannt habt, nennen wir sie trotzdem noch einmal, da wir verdeutlichen wollen, dass es nicht nur einer Schule so geht.

 

 

Aktuelle Situation in der Schuleinheit Küngenmatt:

 

5 Kindergärten

7 Unterstufenklassen

6 Mittelstufenklassen

3 Horte

 

 

  • Viele Klassenlehrpersonen reduzieren ihr Pensum oder haben es bereits reduziert, da die Belastung bei 100% zu hoch ist. Nur noch ganz wenige arbeiten 100 %. Ein tieferes Pensum führt zu weniger Lohn, was einer Lohnsenkung entspricht und die Arbeit entspricht trotzdem noch 100 %. Aufgrund der Überlastung sind viele Lehrpersonen gesundheitlich angeschlagen, was zu vermehrten Ausfällen führen kann.

 

  • Die Klassengrössen lassen geforderte Unterrichtsformen (Individualisierung) nur unbefriedigend zu. Die Kinder kommen zu kurz.
  • Die sorgfältige Planung und Auswertung des Unterrichts leidet.  Der Aufwand für Integrationskinder ist wesentlich höher als für die RegelklassenschülerInnen, welche zu kurz kommen. Der Stundenpool für sonderpädagogische Massnahmen ist zu gering. Die integrierten Kinder können nicht genügend gefördert werden, da sie wesentlich mehr 1:1 - Betreuung bräuchten. 

 

  • Fallbeispiel: In einer Klasse lässt sich eine Schülerin von einer anderen Schülerin, die früher in einer Kleinklasse gewesen wäre, immer wieder ablenken. Die Mutter dieser Schülerin hat nun grosse Bedenken und sucht sich für ihre Tochter eine passende Privatschule.

 

  • Die theoretische und auf wenige Fächer spezialisierte Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule ist nicht praxistauglich. Das Erstellen der Stundenpläne wird immer komplizierter.

 

  • Die Abklärungen für sonderpädagogische Massnahmen dauern zu lange.
  • Es müssen zu viele Standortgespräche durchgeführt werden.

 

  • IF - Lehrpersonen haben häufig keine entsprechende Ausbildung, was den Eltern nicht transparent gemacht wird.

 

  • Das neue Volksschulzeugnis soll eine differenzierte Rückmeldung in den
  • Sprachfächern geben. Automatisch müssen wir in allen Teilbereichen mehr Lernzielkontrollen durchführen, um die Bewertungen gegenüber den Eltern rechtfertigen zu können. Die Belastung durch Lernzielkontrollen (Beweisnot) wächst für Lehrpersonen und SchülerInnen an. Für eine wirklich differenzierte Rückmeldung ist die Unterteilung in sehr gut, gut, genügend und ungenügend nicht ausreichend. Die Mathematik wird nicht differenziert. Auch die Beurteilung zu Sozial - und Arbeitsverhalten beinhalten häufig zwei verschiedene Kriterien, die unserer Meinung nach nichts miteinander zu tun haben. (Z.B. in welches Kriterium gehören die Hausaufgaben rein?) Wir sind unzufrieden mit dem neuen Zeugnis.

 

 

Forderungen:

 

  • mehr Stunden für sonderpädagogische Massnahmen

 

  • mehr Stellenprozente pro Klasse

 

  • 24 Lektionen als 100%-Pensum für Klassenlehrpersonen auf Unter - und Mittelstufe

 

  • spezielle Kinder brauchen spezielle Massnahmen. Es muss die richtige ausgesucht werden. Für manche Kinder ist Separation besser als Integration.
  • Es sollte die bestmögliche Massnahme gewählt werden können.
  • kleinere Klassen, um allen Kindern und den modernen Unterrichtsformen gerecht zu werden.

 

  • Überarbeitung des neuen Volksschulzeugnisses. Wir wollen einfache, klare
  • und relevante Beurteilungspunkte. Die Differenzierung in den Sprachfächern soll überdacht werden.
  •  
  • eine praxistauglichere Ausbildungsstrategie an der PHZH.

 

  • Administrative Aufgaben sollte man outsourcen können. Diese könnten von einer Sekretärin übernommen werden.

 

  • Kinder ohne Deutschkenntnisse sollen die Möglichkeit haben eine Einführungsklasse zu besuchen. Ohne Deutschkenntnisse wird die Integration eine Kindes in eine neue Klasse erschwert.