Schulhaus Heumatt, Zürich
Liebes Allenmoos – Team, liebe Schulleitung
Wir, das Team und die Schulleitung von der Schule Heumatt, danken Euch ganz herzlich für euer grosses Engagement!
Mit eurem Beitrag habt ihr ein öffentliches Forum geschaffen! Schon allzu oft haben wir im Team geseufzt, gelitten, ausgerufen und nicht weiter gewusst – wir hatten keine Kraft um unsere Stimmen zu bündeln und unsere Anliegen öffentlich zu machen. Ihr habt das übernommen, und somit sind die Anliegen der Lehrpersonen nicht mehr privat, sondern öffentlich geworden.
Wir doppeln nach:
- Wir brauchen Lehrmittel, mit denen wir individuell und integrativ arbeiten können
- Wir brauchen doppelt so viele Stellenprozente für die heilpädagogische Arbeit an unserer Schule (200 statt 100 %) und ein doppelt so grosses Pensum für die Sozialarbeit (mind. 80 statt nur 30%)
- Natürlich wünschen wir uns auch mehr Räume, um in Kleingruppen zu arbeiten. Das lässt sich erst längerfristig lösen. Absurd finden wir, dass uns erst gerade vor 4 Jahren der Pavillon weggenommen wurde, in dem die Sozialarbeit, ein Mittagshort und 2 Schulzimmer untergebracht gewesen waren. Schon vor 4 Jahren war bekannt, dass 60 Hortplätze in der näheren Umgebung fehlen. Trotzdem hat man damals den Mittagshort geschlossen um Kosten zu sparen.
- Nun muss in einer Schnellaktion einer der 4 Kindergärten zu einem Mittagshort umgebaut werden – wohlverstanden nicht der momentan Leerstehende, sondern der strategisch besser Liegende…der betroffene Kindergarten muss bis zum Schuljahresbeginn das Lokal wechseln.
- Solche einschneidende Veränderungen brauchen zusätzliche Nerven (und diese brauchen wir schon im Klassenzimmer). Regelungen, die indirekt mit dem Schulalltag zu tun haben, lähmen uns zusätzlich und pragmatische Lösungen scheitern (z.B. Feuerpolizei, Lebensmittelpolizei).
- Gerade jetzt wurde unsere E-Klasse auf 17 Kinder aufgestockt. Glücklicherweise zeigte sich die Schulpflege kooperativ und konnte 4 zusätzliche TT Stunden zusprechen zur Linderung der grössten Not.
Bildung misst sich in langen Schritten. Langsame Entwicklungen und sorgfältige Reformen würden unterstützend wirken. Seit ein paar Jahren sollte alles schnell umgesetzt werden, keine Mehrkosten verursachen, sogar noch weniger kosten. Die Volksschule verspricht gleiche Bildung und gleiche Chancen. Wie lange kann sie dieses Versprechen noch glaubhaft aufrecht halten?
Besorgt und solidarisch – Team und Schulleitung Heumatt
